Halbjahresbericht 2018 veröffentlicht

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Investitionsgarantien | 26.07.2018

Deutliche Steigerung bei neuem Garantie- und Antragsvolumen

Im ersten Halbjahr 2018 wurden Investitionsgarantien in Höhe von rd. 848 Millionen Euro übernommen. Das neue Garantievolumen fiel damit rd. 80 % höher aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Anteil von kleinen und mittleren Unternehmen an den neu übernommenen Deckungen betrug 30 %. Diese Quote entspricht in etwa dem Spitzenwert der letzten zehn Jahre und belegt, dass der Bedarf der deutschen Industrie, hier insbesondere auch des Mittelstands, an Absicherung von Auslandsinvestitionen in einem global schwieriger gewordenen Umfeld ungebrochen ist.

Regionaler Schwerpunkt bei den neu genehmigten Anträgen waren Projekte in China vor dem Iran, Belarus, Russland und der Türkei. Die Branchen chemische und pharmazeutische Industrie sowie Erneuerbare Energien standen dabei im Vordergrund.

Darüber hinaus hat sich das Gesamtvolumen der Neuanträge im 1. Halbjahr 2018 (2,4 Milliarden Euro) im Vorjahresvergleich nahezu vervierfacht. Das Obligo des Bundes beläuft sich Mitte des Jahres 2018 auf 34,5 Milliarden Euro und liegt damit in etwa auf dem hohen Niveau zum Jahresende 2017.

Die Bundesregierung hat auch im ersten Halbjahr 2018 aktives Krisenmanagement betrieben, um den Eintritt von Schäden zu verhindern. Projekte in Belarus, China, Montenegro und der Ukraine waren diesmal davon betroffen.

Im Juni 2018 wurden zudem Lokalisierungstrends bei der Produktion in Russland, China und dem Iran sowie das im Jahr 2017 überarbeitete Verfahren zur umwelt-, sozial- und menschenrechtsbezogenen Förderungswürdigkeit auf der Veranstaltung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: „Im Dialog mit der Wirtschaft – Exportkreditgarantien und Investitionsgarantien der Bundesrepublik Deutschland“ intensiv diskutiert.